Data-Matrix-Code

Spezieller 2D-Barcode, der als Bild erfasst wird...

Dem Datamatrix-Code fehlt die Struktur einfacher Strichcodes. Er stellt nur eine „Ansammlung“ von Punkten und Linien dar. Data Matrix Codes werden als Bild erfasst; die Ausrichtung eines Data Matrix Codes spielt für die Erfassung keine Rolle.

Deshalb versagen die üblichen Lesetechniken und müssen durch Bildverarbeitungssysteme (Objektiv, CCD-Zeilenkamera und entsprechende Dekodier- und Auswerteeinheit) ersetzt werden. Der Vorteil dieses Matrixcodes liegt in der Informationsdichte, die rund 15mal höher als die von einfachen Strichcodes ist.

Der Datamatrix Code ist omnidirektional lesbar und erlaubt die Darstellung einer Vielzahl unterschiedlicher Zeichen- und Schriftsätze. Er findet sein Haupteinsatzgebiet im Pharmabereich und verschiedenen Bereichen der Produktion.

Darstellung eines Data-Matrix-Codes

Es gibt verschiedene Entwicklungsstufen des Datamatrix-Code (ECC 0 bis ECC 200, ISS-Data Matrix); alle besitzen eine waagerechte und eine senkrechte Begrenzungslinie (Orientierungslinien). Je nach Größe lassen sich bis zu 2334 ASCII-Zeichen (sieben Bit), 1558 erweiterte ASCII-Zeichen (acht Bit) oder 3116 Ziffern codieren. In der sichersten Version (ECC 200) können alle Zeichen rekonstruiert werden, wenn eine Zerstörung des Codes unter 25 % liegt. Dieser Code wurde Ende der 80er Jahre von der USamerikanischen Fa. International Data Matrix entwickelt.

Vorteil: Sehr kompakter Code. Sehr sicher, da ein mächtiger Fehlerkorrekturalgorithmus, Reed Solomon, eingebaut ist. Rekonstruktion des Dateninhaltes, auch bei einer Beschädigung des Gesamtcodes bis zu 25% bei dem kleinsten Überhang an Fehlerkorrekturzeichen.

Nachteil: Nur mit Bildverarbeitungssystemen lesbar.